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Was wir gehört haben...
Besorgnis erregende, noch unbestätigte Nachrichten
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2001 |
Berühmtem Abt eines buddhistischen Instituts droht Verhaftung; die meisten der Studenten des Instituts werden ausgewiesen *************************************************************** |
| Es dreht sich um die buddhistische Akademie Larung Gar (chin. Seda
Wuming Foxueyuan) in Serthar, Kreise Serta, Tibetische Autonome Präfektur
Kandse in der Provinz Sichuan (Andreas Gruschke)
[Über dieses Institut siehe è A 'Living Buddha' Plants an Academy by Seth Faison] |
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| Die chinesischen Behörden sollen dabei sein, mehrere Tausende
von Mönchen und Nonnen des Serthar Buddhistischen Instituts oder Larung
Gar auszuweisen und deren Behausungen abzureißen, wie Augenzeugen
berichteten. Das Serthar Institut liegt in Kanze in Osttibet, heutzutage
in der Provinz Sichuan. Weitere Berichte lassen schließen, daß
Khenpo Jigme Phuntsok, dem Großabt eines wichtigen neuen buddhistisches
Instituts in Osttibet, die unmittelbare Verhaftung bevorsteht.
„Dies verwundert uns sehr, weil Khenpo Jigme Phuntsok ein rein spiritueller Lama war, der nichts mit Politik zu tun haben wollte", meinte Kalon T.C. Tethong von der Abteilung für Information und Außenbeziehungen der zentralen tibetischen Verwaltung (CTA). „Falls dies stimmt, appellieren wir an die chinesische Regierung, von diesem Vorhaben abzusehen, angesichts der Tatsache, daß der Lama sich überhaupt keines Deliktes schuldig gemacht noch irgendwelchen Aktivitäten nachgegangen ist, die dem chinesischen Staat als politisch verdächtig gelten könnten", fügte er hinzu. Diese Berichte erreichen uns im Zusammenhang mit der verschärften Kontrolle über die wachsende Belegschaft des Instituts. Im Frühjahr erschienen Politoffiziere aus 13 verschiedenen Distrikten Khams, nämlich Kanze, Dartsedo, Derge, Nyarong, Sershul und Serthar (Serta), in dem großen Serthar Buddhistischen Institut, das auch Larung Ngarig Nangten Institut genannt wird. Sie sagten, sie hätten direkte Anweisung sowohl von der Zentralregierung in Peking als auch der Provinzregierung in Chengdu, die massive Belegschaft des Instituts von über 10.000 Mönchen/Nonnen auf 1.500 zu reduzieren. Die ausgewiesenen Studenten hätten in ihre jeweiligen Distrikte zurückzukehren und ihre leeren Zellen seien abzureißen. Die Beamten handelten auf Befehl von Präsident Jiang Zemin. Bereits 1999 war ein Schreiben unter den Mönchen von Serthar im Umlauf, daß Jiang Zemin der Provinzregierung von Sichuan erklärt hätte, daß er kein so großes Zentrum für die Heranbildung von Studenten des Buddhismus wünsche. Dies ist nicht das erste Mal, daß das Institut von chinesischen Kadern heimgesucht wurde. Tibet Informationen Network (TIN) zufolge suchte im Juni 1999 eine Gruppe von örtlichen Kadern den Abt Khenpo Jigme Phuntsok auf und erklärte ihm: „Dieses Institut darf nur 1.400 Studenten beherbergen. wir fordern Sie daher auf, innerhalb von 3 Jahren die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Belegschaft auf dieses Limit zu reduzieren." Worauf Khenpo Jigme Phuntsok antwortete: „All diese Studenten sind von
selbst gekommen. Ich habe sie weder eingeladen noch irgendwie rekrutiert.
Deshalb habe ich auch kein Recht, sie hinauszuwerfen. Außerdem könnte
die plötzliche Zwangsausweisung von mehreren Tausend sowohl tibetischer
als auch chinesischer Studenten zu ethnischen Konflikten zwischen Tibetern
und Chinesen führt, wofür ich nicht verantwortlich sein möchte."
Nach Ablauf von 2 Jahren sind die Beamten nun wieder in das Institut gekommen. Warum machen die Chinesen plötzlich so viel Aufhebens von einem Institut in einem entlegenen Winkel Tibets? Die Regierung fürchtet die Popularität des Instituts und die internationale Aufmerksamkeit, die es erregen könnte. Die Bedenken könnten auch daher rühren, daß das Serthar Buddhistische Institut das Zentrum einer wenig bekannten Renaissance Bewegung tibetischer buddhistischer Gelehrsamkeit darstellt, die eine alarmierende Zahl von Anhängern anzieht. Die Belegschaft des Instituts umfaßt Angehörige mehrerer Nationalitäten. Es gibt etwa 1.000 chinesische Mönche in Serthar, dann Studenten aus Singapur, Malaysia und Hongkong, außerdem 4.000 Nonnen, die in einem dem Institut angeschlossen Nonnenkloster wohnen. Die große Masse bilden jedoch tibetische Anhänger aus allen drei traditionellen Provinzen Tibets. vgl. auch: è Monitors
Say China Pushes Tibet Monks From Study Site by Erik Eckholm
Das Buddhistische Institut von Serthar oder Larung Gar Die chinesische Regierung, die schon unter der Falun Gong Phobie leidet,
ist nun weiter durch die Popularität der Serthar Buddhistischen Instituts
alarmiert. Es handelt sich hierbei um eine einmalige religiöse Einrichtung
in Tibet. Dieses Institut wurde 1980 von Khenpo Jigme Phuntsok als seine
persönliche Einsiedelei gegründet, in der er wenige Schüler
unterrichtete. Über die Jahre hinweg wuchs deren Anzahl immer mehr.
Sie kamen aus verschiedenen Teilen Tibets, um unter der Führung des
„konfessionslosen" Khenpo Jigme Phuntsok zu studieren.
TIN zufolge hätte Khenpo Jigme Phuntsok den Verdacht der Behörden erregt, als er sich weigerte, im Dezember 1995 der Inthronisierungszeremonie für den chinesisch bestimmten Panchen Lama beizuwohnen. Er war einer der wenigen hochrangigen religiösen Persönlichkeiten, die dies gewagt hatten. Khenpo Jigme Phuntsok wurde 1933 in Golok in Amdo (Qinghai) geboren. Mit zwei Jahren wurde er als die Reinkarnation von Terton Sogyal, einem bedeutenden Entdecker verborgener Schätze oder religiöser Texte, anerkannt. Khenpo Jigme Phuntsok war ein konfessions-übergreifender spiritueller Führer, der von allen vier Schulrichtungen des tibetischen Buddhismus Lehren empfangen hatte. Im Alter von 22 Jahren legte er die Gelübde als voll ordinierter Mönch bei Thug Yeshin Norbu ab. Er wurde dann der Hauptschüler von Konchok Choephel, einem großer Meister der alten und neuen Übertragungen. Danach studierte Khenpo Jigme Phuntsok in dem Kloster Nubsur monastische Disziplin und die fünf Hauptweisheiten, sowie Poesie und Grammatik. Im Alter von 26 Jahren richtete er in Amdo eine Einsiedelei namens Senggey Yantsang ein. Damals versuchten die Chinesen immer wieder, ihn den sogenannten „Kampfsitzungen" zu unterziehen. Als mit der Machtübernahme von Deng Xiaoping eine etwas liberalere Politik in China eingeführt wurde, wurde auch den Tibetern in Tibet ein größerer Grad an kultureller und religiöser Freiheit gewährt. Khenpo Jigme Phuntsok machte sich diesen Umstand zunutze, um das Serthar Buddhistische Institut aufzubauen, das sofort zu einem Riesenerfolg wurde, weil es an keine besondere Konfession gebunden war. Es zog Lernwillige aus ganz Tibet und aus den vier verschiedenen Linien des tibetisch-buddhistischen Buddhismus an. Trotz der unterschiedlichen Lehren dieser Linien verlangte Khenpo Jigme Phuntsok, daß die Studenten sich an folgende 3 Gelübde halten: 1) Das Interesse aller Lebewesen ungeachtet ihrer Unterschiede niemals außer Acht zu lassen. 2) Fest wie ein Felsen und ohne Wankelmut im Streben nach Erleuchtung zu sein. 3) Niemals die Zuflucht zu den Drei Juwelen aufzugeben, selbst wenn das eigene Leben in Gefahr ist. 1986 gab Khenpo Jigme Phuntsok seine erste Kalachakra Belehrung. 1987 unternahm er eine Pilgerreise nach Wutai Shan in China, dem Ort, der Buddhisten als die Wohnstätte Manjushris, des Buddhas der Weisheit, gilt. Im Anschluß daran besuchte er Peking, wo er den Panchen Lama traf und zahlreiche Belehrungen für Tibeter, Chinesen und Mongolen gab. Seit dieser Zeit unternahm er immer wieder ausgedehnte Pilgerfahrten zu vielen heiligen Stätten in Tibet. 1990 besuchte Khenpo Jigme Phuntsok Indien und später reiste er auch nach Nepal, Bhutan, Amerika, Kanada, England, Frankreich, Deutschland, Taiwan und Hongkong, um Tausenden von Anhängern und Gläubigen religiöse Belehrungen zu erteilen. |
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| Quellen: | TID, Übersetzung aus dem Englischen, von: Department of Information
and International Relations (DIIR),
Central Tibetan Administration, Dharamsala, 176 215, H.P. India 21. Juni 2001 |
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mail to us if you have to say something: tibetpage @ freenet.de |
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| 28.12.
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Bei einer Recherchereise im südlichen Amdo im Oktober 2001 haben
wir eine große Zahl von Nonnen getroffen, die bei Jigme Phüntsog
in Serta Unterricht hatten, auch einen chinesischen Mönch und zahlreiche
Pilger. Aus dem von ihnen berichteten ergab sich etwa folgendes Bild:
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2001 |
Die mail mit Serthar habe ich auch bekommen und mit Bestürzung gelesen. Leider habe ich noch keine zuverlässige Nachricht von "vor Ort" erhalten. Ich hoffe sehr, dass sich das Ganze als eine Übertreibung herausstellt, wobei leider schon zu befürchten steht, dass mit den ganzen Vorgängen um Falungong eine gewisse Hysterie in der chinesischen Führung entstanden ist, die so etwas möglich erscheinen lässt. |
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2001 |
The report is disturbing. I note that the source is ICT (Int'l
Campaign for Tibet), which tends to exaggerate any reports of crackdowns
by China against Tibetans, so it may be that the situation is not so bad
as portrayed. One person who might know is John Pomfret, of the Washington
Post, who wrote an article about the movement for the Washington Post a
few years ago. ...
That said, it would not be at all surprising to have a crackdown, given the current paranoia felt by the government toward mass religious movements such as Falungong. I think this one will be hard to wipe out, however. The people can come back and rebuild their huts, or they can move elsewhere. I doubt that writing to the Chinese government would do much good. I'm sure that such letters go straight into the trash. I think you will get a lot more mileage if you write an opinion essay for a newspaper such as the South China Morning Post (in Hong Kong). Take pains to point out that you are not-anti China, and your letter will be read, I think. Pamela Logan
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